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2 Tage in Verona: Die besten Sehenswürdigkeiten und Tipps

Du möchtest die italienische Stadt Verona besuchen? Eine sehr gute Idee. Ich war selbst überrascht, welche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sich dort befinden – weit mehr als nur die Arena und der viel gehypte Balkon, auf dem Julia gestanden haben soll.

Verona ist eine herrliche Stadt, sie lohnt sich im Grunde genommen fast das ganze Jahr über. Im Frühjahr, Herbst und Sommer ist es wettertechnisch meist ideal, in der Vorweihnachtszeit hingegen lockt ein wunderschöner Weihnachtsmarkt. Nimm dir ausreichend Zeit (am besten 2 Tage), um Verona und ihren ganz besonderen Flair zu erleben!

2 Tage in Verona

In diesem Artikel nehme ich dich mit und zeige dir, was du bei deinem Verona-Besuch auf keinen Fall verpassen solltest. Dich erwarten nützliche Tipps zu den schönsten Sehenswürdigkeiten, empfehlenswerten Restaurants und natürlich den besten Übernachtungsmöglichkeiten.

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Fakten und Wissenswertes über Verona

  • Verona ist zweifellos die Stadt der Liebe: Shakespeare wählte sie als Schauplatz für das berühmte Drama „Romeo und Julia“ aus. Julias Haus, Casa di Giulietta, zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an, die vor allem den Balkon besichtigen wollen.
  • Verona liegt am Austritt des Etschtals in der Nähe des Gardasees und an der Brenner-Route der Po-Ebene.
  • Bekannt ist Verona aber auch aufgrund der römischen Arena, ein Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, in welchem noch heute weltberühmte Opernaufführungen stattfinden.
  • Die Verona City Card kann sich lohnen. Wenn du gerne viele Sehenswürdigkeiten besuchen möchtest und keine Lust auf Warteschlange hast, ist die City Card die richtige Wahl für dich.

Verona: Wo übernachten?

Am besten übernachtest du zentrumsnah, denn dann sind die Wege kurz. Das ist vor allem wichtig, wenn die Zeit knapp ist. Von dort aus kannst du die meisten Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß erkunden.

Meine Empfehlungen für Verona sind:

  • Residence Signoria degli Scaligeri: Für Selbstversorger ist diese Unterkunft perfekt, denn sie ist sauber, verhältnismäßig günstig, zentrumsnah und ruhig.
  • Residenza della Samaritana Classici: Auch hierbei handelt es sich um eine Unterkunft für Selbstversorger, die mitten im historischen Zentrum von Verona liegt.
  • Miglioranzi Rooms: Bei diesen hübschen und zentral gelegenen Zimmern ist das Frühstück auf der Terrasse gleich dabei. Die Unterkunft liegt ein wenig außerhalb, der Bus in die Stadt fährt aber in unmittelbarer Nähe ab.

Tag 1: Die Stadt erkunden

Piazza delle Erbe und Torre di Lamberti

Gleich nach meiner Ankunft stürze ich mich direkt ins Getümmel. Von meiner Unterkunft aus ist es nicht weit, und schon bin ich auf der Piazza delle Erbe, die von einem beeindruckenden Turm dominiert wird. In den Gassen drumherum mit den barocken Prachtbauten – unter anderem Palazzo Maffei – kann man sich schon mal verlieren und die Zeit vergessen.

Piazza delle Erbe

Im Römischen Reich war diese Piazza Veronas Zentrum und in der Mitte des Platzes befindet sich der Marktbrunnen Fontana di Madonna Verona, 1368 erbaut.

Garantiert kommst du beim Flanieren auch an der sehenswerten Piazza dei Signori vorbei:

Piazza dei Signori

Piazza Brà

Diese Piazza – die größte in Verona – besticht mit ihrer rosafarbenen Marmorpromenade und der Reiterstatue von König Vittorio Emanuele II. Wie an nahezu jeder italienischen Piazza befinden sich auch hier reihum Cafés, Restaurants und beeindruckende Gebäude. Im Übrigen befindet sich genau hier die bekannte Arena von Verona.

Piazza Bra

Julias Haus und Balkon / Casa di Giulietta

Verona ist vor allem auch bekannt für die Liebesgeschichte von Romeo und Julia und dass man den Balkon unbedingt einmal gesehen haben sollte, darin sind sich wohl die meisten einig. Aber ich bin ehrlich: Die Schlange davor war so unendlich lang, dass ich beschlossen habe, mir das einfach zu sparen. Auch hier bietet sich eine zeitige Buchung unbedingt an: Haus & Balkon der Julia – Ticket mit Schnelleinlass. Allerdings sollte man wissen, dass dies überhaupt nicht der Original-Balkon ist, sondern ein Nachbau. Möglicherweise wird diese Sehenswürdigkeit ein kleines bisschen überbewertet, aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Julia Balkon

San Zeno Maggiore

Sie gilt als eine der schönsten Kirchen überhaupt in Verona und mal ehrlich: Ich war schwer beeindruckt. Das romanische Schmuckstück liegt unweit der Etsch und kann von der Altstadt aus gut zu Fuß erreicht werden.

Die Außenfassade ist aufgrund der unterschiedlichen Baumaterialien sehenswert und im Inneren treffen in der dreischichtigen Basilika romanische und gotische Stilelemente aufeinander.

Ponte Scaligero und Ponte Pietra

Verona ist bekannt für seine Brücken! Wenn du dir die Zeit nehmen kannst, bummle am besten ein oder zwei Stunden am Ufer der Etsch entlang, damit du die volle Schönheit bewundern kannst.

Die Ponte Pietra Brücke, die bereits 150 vor Christus gebaut wurde, hat eine Besonderheit: Sie wurde aufgrund von Erneuerungsarbeiten mit Stilelementen der römischen Epoche, der Skaliger und der Venezianer erbaut.

Ponte Pietra

Die Scaligero-Brücke gilt als die schönste von allen: Sie führt direkt zum Castelvecchio, auf welches ich später noch zu sprechen komme.

Tagsüber und abends ein Highlight: Castel San Pietro

Castel San Pietro, was soll ich sagen? Diese mittelalterliche Burg hoch oben auf einem Hügel ist einfach ein Traum! Nicht alle Städte haben Aussichtspunkte, die sich wirklich lohnen. Verona allerdings hat sie, diese wunderbaren Aussichten auf die Stadt und den Fluss, bei denen man regelrecht ins Schwärmen gerät. Bella Italia!

Verona Aussicht Castel San Pietro

Wenn die Zeit des Sonnenuntergangs naht, pilgern Touristen und Einheimische los, immer bergauf Richtung Castel San Pietro. Wem das zu anstrengend ist, der kann alternativ auch einfach in die Seilbahn steigen. Oben ist die Sicht bombastisch, mit etwas Glück spielt ein Musikant betörende Stücke und die Stimmung ist wundervoll. Nicht verpassen! Ich habe die Abendstimmung genossen, aber auch tagsüber ist dieser Besuch unbedingt lohnenswert.

Castel San Pietro

Arena di Verona

Ein Besuch der Arena, des gut erhaltenen römischen Amphitheaters, ist eigentlich Pflicht. Als ich jedoch dort zu Besuch war, war diese aufgrund von Umbauarbeiten gesperrt, insofern hat sich die Frage nicht gestellt. Alle, die ich kenne und die dort zu Gast waren, sind sich einig: ein einmaliges Erlebnis! Allerdings solltest du dich, je nachdem, welches Programm gerade gespielt wird, rechtzeitig um die Karten kümmern: Arena di Verona Opern-Tickets.

Arena Verona

Abendessen im E Cucina

Eigentlich bin ich eher zufällig vorbeigelaufen, denn dieses Restaurant ist speziell: Im E Cucina kann man nämlich normalerweise Kochkurse besuchen. Für Gäste, die im Restaurant speisen wollen, wird nur an bestimmten Tagen gekocht, dann aber ist es hier sehr familiär und das Essen empfand ich als außergewöhnlich gut. Das Besondere: Man schaut den Inhabern direkt in der Gaststube beim Kochen und Zubereiten zu und kommt mitunter sogar mit ihnen ins Gespräch.

Verona Restaurant E Cucina

Tag 2: Kirche, Ausblick und der Dom

Kirche Sant’Anastasia

Keinesfalls solltest du dir diese dreischiffige Kirche mit Kreuzgewölben entgehen lassen. Sie gilt als dasbedeutendste religiöse Monument gotischen Stils in Verona.

Kirche Sant'Anastasia

Santuario della Madonna di Lourdes 

Weil der Ausblick am Abend zuvor so unfassbar schön war, beschließe ich, zu Fuß zum Santuario della Madonna di Lourdes zu laufen und auch dort den Ausblick zu genießen. Das allerdings ist nur dann empfehlenswert, wenn du gut zu Fuß bist. Es dauert von der Stadt aus 30 bis 40 Minuten, immer steil bergauf. Oben allerdings wird man dann wirklich mit einem wunderbaren Blick belohnt. Das Castel von innen allerdings lohnt sich meines Erachtens nicht wirklich.

Verona Aussicht

Quanto basto Gelato (Eisdiele)

Habt ihr schon mal Maulbeer-Sorbet oder Mandel-Sorbet gegessen? Diese und viele weitere leckere Sorten gibt es im Quanto basto Gelato, welches sich zum einen in der Via Santo Stefano, 9/10, und zum anderen im Corso Cavour 5 A befindet.

Eis in Verona essen

Dom von Verona – Santa Maria Assunta oder Santa Maria Matricolare

Der Dom von Verona lohnt sich auf jeden Fall! Immerhin handelt es sich hierbei um ein Gebäudeensemble, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Verona Dom

Mittagessen bei La Figaccia

Heute muss es schnell gehen, ich habe noch viel vor, daher kommt die Focacceria hier gerade recht. Die Auswahl ist enorm, der Service gut, der Geschmack ebenfalls. Wirf gerne vorab einen Blick auf das Menü: Speisekarte La Figaccia. Zum Mitnehmen das perfekte Essen, wie ich finde. Es gibt übrigens noch zahlreiche weitere Focaccerien, die vermutlich alle ähnlich gut sind.

Giardino Giusti

Wenn ihr noch ein bisschen Zeit erübrigen könnt, dann solltet ihr diesem wunderbaren Garten ebenfalls einen Besuch abstatten. Eine Stunde ist dafür völlig ausreichend, aber ich kann ihn wirklich wärmstens empfehlen. Ruhe pur, tolle Fotomotive, beeindruckende Pflanzen, hübsche Blumenbeete.

Mein Geheimtipp für Verona

Falls du noch ein bisschen Zeit erübrigen kannst oder das Wetter schlecht ist, könnte sich ein Besuch in das unterirdische Verona lohnen: Führung durch das unterirdische Verona. Diese Tour führt dich zu zwei einzigartigen archäologischen Stätten in das unterirdische Herz von Verona: Corte Sgarzerie und das Gebiet der Via San Cosimo.

FAQ – Alle wichtigen Fragen und Antworten zu deiner Verona Reise

Was tun bei schlechtem Wetter in Verona?

Bei schlechtem Wetter bietet sich ein Besuch im Castelvecchio samt Museum an. Hier werden moderne Kunstwerke genauso gezeigt wie mittelalterliche Gemälde, Skulpturen, Waffen und Ziergegenstände. Die Skaligerbrücke ist aus rotem Backstein gemacht und direkt an die Burg angebunden. Auch ohne Museumsbesuch lohnt sich der Blick von hier auf den Fluss.

Castelvecchio

Wie viele Tage in Verona?

Plane für deinen Besuch in Verona unbedingt 2 oder 3 Tage ein. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schaffst du problemlos in zwei Tagen.

Welche Ausflugsziele gibt es in der Umgebung von Verona?

Übrigens gibt es auch in der Umgebung viel zu entdecken: Der Gardasee ist nicht weit, die Wege nach Vicenza, Mantua, Brescia, Padua und Trient sind ebenfalls kurz. Ideal also, um den Verona-Besuch mit anderen Highlights zu verbinden. Außerdem kann man in den Hügeln rund um Verona wunderbare Radtouren unternehmen.


Ganz klar: Verona lohnt sich immer! Italien at its best: beeindruckende Kirchen, traumhafte Aussichtspunkte, nette Trattorien, romantische Ecken, ein angenehmer Vibe, die Arena als Mittelpunkt, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Als ich abends in Verona unterwegs war und die wirklich hübsch hergerichteten Restaurants sah, wurde mir ein weiteres Mal klar: Die Italiener haben es einfach drauf. Hier lässt sich das Dolce Vita so richtig genießen!

Du bist auf der Suche nach weiteren traumhaften Städtereisen in Italien? Dann schau gerne bei diesen Reiseartikeln von mir vorbei:

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