
3 Tage in Neapel: Die besten Sehenswürdigkeiten und Tipps
Pizza, Pasta und Gelato – klingt doch nach der perfekten Kombi, oder? Die Stadt am südlichen Ende des italienischen Festlands ist zwar Heimat guter Gastronomie, hat aber auf jeden Fall noch mehr zu bieten als herausragende Kulinarik. Wer das echte Italien kennenlernen möchte, ist in Neapel definitiv an der richtigen Adresse. Mich hat die Hafenstadt einfach total begeistert, daher möchte ich dir nun die schönsten Sehenswürdigkeiten und Tipps vorstellen.

Keine Sorge, in Neapel gibt es aber nicht nur Big City Life. Rund um die Metropole zeigt sich auch die Natur von ihrer schönsten Seite, Stichwort Vesuv. Mein Reisebericht vereint das Beste aus beiden Welten, damit sowohl Stadtliebhaber als auch Abenteurer voll auf ihre Kosten kommen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die perfekte Reisezeit: 3 Tage sind die ideale Reisezeit, um Neapel zu erkunden. Ich würde dir 2 Tage für die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten empfehlen und einen Tag für das Drumherum.
- Am besten zentral übernachten: Zentral übernachten lohnt sich doppelt. Du bist einerseits relativ flexibel, was die öffentlichen Verkehrsmittel angeht. Obendrein sind die besten Trattorien auch direkt in Fußnähe. Ich empfehle dir das Starhotel Terminus , welches in direkter Nähe zum Hauptbahnhof liegt und mir selbst einen tollen Aufenhalt bei meiner Neapel Reise beschert hat.
- Genieße den Vibe: Plane dir unbedingt genügend Zeit zum Essen und Schlendern ein, Neapel lebt nämlich genau von diesem Vibe. Von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen ist hier nicht so, stattdessen sollte das Abklappern der Food-Spots und die ein oder andere Espressopause an der Tagesordnung stehen.
- Der Vesuv ist ein absolutes Highlight: Ein Ausflug zum Vesuv ist ein Muss! Vom City-Zentrum bist du in weniger als zwei Stunden schon am Krater. Meine Empfehlung: Kombiniere den Ausflug mit einer Führung durch Pompei, so vereinst du Natur mit Geschichte.
Die Anreise nach Neapel
Mit rund einer Million Einwohnern ist Neapel eine echte Großstadt, und bei dieser Zahl sprechen wir nur von der Stadt selbst. In den Außenbezirken leben weitere 2 Millionen Personen und somit zählt die Hafenstadt mit Mailand und Rom zu den Größten in Italien. Somit ist Neapel der Dreh- und Angelpunkt für den Süden des Landes, und die Anbindungen an die Stadt sind relativ gut. Meiner Meinung nach kommst du per Flugzeug oder Schnellzug am bequemsten an dein Ziel. Wobei ich dir den Schnellzug auch nur empfehlen kann, wenn du auf deiner Reise direkt mehrere italienische Städte abklapperst, denn dann zahlt sich die oft längere Anreise direkt doppelt aus. Von Neapel nach Rom mit dem Zug sind es zum Beispiel nur vier Stunden.
Der Flughafen in Neapel liegt sehr nahe am Stadtzentrum. Tatsächlich sind es nur circa 7 Kilometer, die Fahrtzeit mit einem Taxi oder Uber beträgt an Tagen mit wenig Verkehr unter 20 Minuten. Direkt vom Flughafen auf gibt es auch eine gute Alibus-Verbindung an den Hauptbahnhof Napoli Centrale und von hier aus kannst du dann in die Metro umsteigen. Tickets für den Alibus gibt es ab 5 Euro pro Person. Im Vergleich: für ein Taxi oder Uber solltest du für die identische Strecke mit dem Vier- bis Fünffachen rechnen.
Kleiner Tipp mit Fun-Fact: wenn möglich, plane deine Anreise, wenn der SSC Napoli gerade kein Heimspiel austrägt. Neapel ist eine fußballbegeisterte Stadt und genau dies macht sich an Spieltagen auf den Straßen oft schon lange vor Anpfiff bemerkbar. Die Fahrt dauert dann gut und gerne mindestens doppelt so lange – hier spreche ich aus Erfahrung.

Wie viele Tage sollte man in Neapel verbringen?
Das Wichtigste vorab: reichen 3 Tage in Neapel tatsächlich aus? Ja, Neapel zählt zwar zu den größten Städten in Italien, dennoch kann man die Stadt in wenigen Tagen gut kennenlernen. Wenn du zum Beispiel nur über ein Wochenende Zeit hast, würde es auch in 2 Tagen klappen. Damit aber noch etwas Zeit zum Schlendern bleibt, sind 3 Tage eine gute Zeitspanne. Ich würde dir 2 Tage für die Stadt selbst empfehlen und einen Tag für den Vesuv mit Pompeji.
Damit du auf deiner Reise nichts verpasst, habe ich den perfekten Reisebericht mit einer passenden Tagesplanung für dich zusammengestellt. Ich war selbst nur drei Tage vor Ort und konnte mit etwas Planung locker die Sehenswürdigkeiten abklappern, den Vesuv mit Pompeji erkunden und mich natürlich durch die kulinarischen Highlights probieren.
Gut zu wissen: Wenn direkt mehrere Museen und Ausgrabungsstätten auf deinem Plan stehen, lohnt sich der Campania Artecard. Im Pass ist der Eintritt zu unterschiedlichen historischen Sehenswürdigkeiten direkt mit der Anfahrt durch die öffentlichen Verkehrsmittel kombiniert.
Hier kannst du den Campania Artecard kaufen: Campania Artecard für 2, 3 oder 5 kulturelle Sehenswürdigkeiten.
Tag 1: Das Stadtzentrum mit seinen Sehenswürdigkeiten
Spaccanapoli und der historische Stadtkern
Wenn du direkt zu Beginn deiner Reise das richtige Neapel erleben möchtest, würde ich dir einen Abstecher in der Spaccanapoli empfehlen. Hierbei handelt es sich um eine relativ schmale Straße, welche sich quer durch die Altstadt schlängelt. Plane hier auch gerne ruhig etwas mehr Zeit ein, damit du dich einfach treiben lassen kannst.
Direkt an der Spaccanapoli gibt es einen Foodspot nach dem anderen in Form von simplen Straßenständen oder auch schicken Cafés. Wenn es noch kein Sfogliatella sein darf, empfehle ich dir auf der Spaccanapoli aber unbedingt einen schnellen Espresso im Caffè Ciorfito.

Duomo di Napoli
Gestärkt geht es vom historischen Stadtkern weiter zum Dom von Neapel. Dieser lässt sich zu Fuß in wenigen Minuten von der Spaccanapoli erreichen und dient perfekt als kleiner kultureller Stopp. Der Duomo di Napoli wirkt von außen relativ schlicht, dafür überrascht das Innere mit sehr viel Liebe zum Detail. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos, nur für bestimmte Bereiche brauchst du ein separates Ticket.
Mein Tipp: Ich kann dir eine authentische Neapel Tour mit einheimischen Guide empfehlen, wo du u.a. auch die Katehedrale besuchst: Exklusive Führung durch die Altstadt von Neapel mit Guide

Neapel ist die Heimat der Pizza, daher darf ein Abstecher in einer traditionellen Trattoria keines Falls fehlen. Rund um das Zentrum gibt es jede Menge Auswahl, in der du dich durch das Sortiment testen kannst.
Die wohl bekannteste Pizzeria der Stadt ist die L’Antica Pizzeria da Michele. Die Pizzakarte ist hier zwar relativ überschaubar, dafür punktet jede Kreation mit Geschmack. Generell für jeden Restaurantbesuch rund um die Mittagszeit gilt: gerne etwas früher essen, denn dann sind die Wartezeiten um einiges kürzer. Ab 13 Uhr ist nämlich sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Touris Pizza-Primetime.
Piazza del Plebiscito und Galleria Umberto I
Nach der Mittagspause geht es weiter Richtung Hafen. Auf dem Weg liegen hier direkt zwei Highlights nebeneinander. Der Piazza del Plebiscito zählt wohl zu den Wahrzeichen Neapels schlechthin. Mit seiner Weitläufigkeit bildet er einen harten Kontrast zu den sonst engen Gassen der süditalischen Hafenstadt und sticht einfach heraus.

Die Basilica di San Francesco di Paola sowie der Königspalast liegen direkt am Piazza del Plebiscito und rahmen den Platz quasi ein. Hier kannst du ganz wunderbare Bilder machen oder einfach eine kleine Verschnaufpause einlegen und die Architektur auf dich wirken lassen. Gleich nebenan liegt die Galleria Umberto I. Hierbei handelt es sich um ein kleines Luxus-Einkaufszentrum mit einer wunderschönen Glaskuppel.

Castel dell’Ovo und die Uferpromenade
Mit einem Gelato in der Hand geht es zum Abschluss des Tages nun weiter an die Uferpromenade. Bis auf das Castel dell’Ovo gibt es hier zwar keine weiteren Sehenswürdigkeiten, dafür spricht die Aussicht einfach für sich. Von der Uferpromenade hast du den perfekten Blick über den Golf von Neapel und auf den Vesuv. Hier lässt es sich gemütlich entlang der Uferpromenade schlendern. Wer noch etwas mehr Energie hat, kann auch einen Spaziergang durch die Anlage des Castel dell’Ovo machen, hierbei handelt es sich um die älteste Festung Neapels.

Tag 2: Der Vesuv und Pompeji
Direkt in der Früh geht es los Richtung Vesuv
Am zweiten Tag heißt es etwas früher raus aus den Federn, denn heute geht es zum wohl größten Highlight der Reise. Zwar lässt sich der Vesuv je nach Verkehrsmittel von Neapel aus in circa einer Stunde erreichen. Vor allem in der warmen Jahreszeit lohnt sich das frühe Aufstehen aber, um der Mittagshitze beim Aufstieg zu entgehen.
Um zum Vesuv zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Du kannst entweder eine geführte Tour buchen oder dich mit einem Uber oder Taxi bis zum Parkplatz bringen lassen. Die günstigste Alternative ist aber die Kombination aus Zug und Bus.
Vom Hauptbahnhof in Neapel nimmst du den Circumvesuviana bis nach Ercolano Scavi. Von dort geht es mit dem Shuttlebus weiter bis zum letzten Parkplatz vor dem Krater. Danach ist etwas Bewegung angesagt, bis ganz nach oben geht es nämlich zu Fuß. Aber keine Sorge, der Anstieg dauert nur circa 25 Minuten und ist moderat anstrengend. Oben erwartet dich nicht nur eine beeindruckende Aussicht auf den Golf von Neapel und die Stadt. Das eigentliche Highlight ist natürlich der Blick in den dampfenden Krater.

Nach der Anstrengung braucht es eine kleine Pause mit leichtem Mittagessen. Rund um den Vesuv warten viele niedliche Restaurants mit typisch italienischen Köstlichkeiten auf dich. Hier kann ich dir das Ristorante Masseria Del Vesuvio ans Herz legen. Nicht nur die Kulinarik, sondern auch die Aussicht ist hier top.

Pompeji erkunden
Nach dem Mittagessen geht es weiter nach Pompeji. Vor Ort solltest du dir schon 3 bis 4 Stunden einplanen, je nachdem wie viel du von der Anlage sehen möchtest. Die Ausgrabungsstätte hat mehrere Eingänge, mit dem Haupteingang Porta Marina bist du aber definitiv am besten bedient. Dieser liegt nämlich nahe am Bahnhof und von hier starten auch die meisten Rundwege.
In Pompeji selbst würde ich mich einfach treiben lassen. Die Ausgrabungsstätte ist mit rund 66 Hektar riesig und alles an einem Tag zu sehen ist ohnehin nicht möglich. Zu den Highlights von Pompeji zählen aber das Amphitheater sowie die Thermen. Beide Bereiche erreichst du aber bereits zu Beginn der meisten Rundwege.

Rückfahrt nach Neapel und ein entspannter Abend
Am späten Nachmittag geht es dann mit deinem bevorzugten Verkehrsmittel wieder zurück in die City. Nach vielen Stunden auf Achse ist es nun an der Zeit, den Tag ausklingen zu lassen, und dafür gibt es doch nichts Besseres als eine große Portion Pasta. Die wohl besten Nudelgerichte gibt es in der Antica Trattoria del Nilo. Vor allem die Spaghetti alla Carbonara solltest du dir nicht entgehen lassen.
Tag 3: Mit schöner Aussicht die Reise ausklingen lassen
Mit der Funicolare ins Viertel Vomero
Auch am dritten Tag geht es hoch hinaus. Von der Talstation Via Toledo nimmst du die öffentliche Standseilbahn bis nach Vomero. Schon die Fahrt spricht für sich selbst, aber auch die Aussicht vom neapolitanischen Viertel aus, ist definitiv den Ausflug wert. Oben angekommen zeigt sich Neapel von einer ganz anderen Seite, deutlich ruhiger und grüner. Vomero eignet sich perfekt für einen gemütlichen Spaziergang mit anschließendem Brunch im Caffè Salvo Dal 1955.

Castel Sant’Elmo
In Volmero liegt das Castel Sant’Elmo. Auch hierbei handelt es sich um eine alte Festung, also perfekt für alle Geschichtsinteressierten. Doch das Castel Sant’Elmo punktet nicht nur mit spannenden Einblicken in die Vergangenheit, die meisten Touristen kommen einfach wegen der Aussicht hierher. Das Panorama über den Golf von Neapel und die Altstadt ist sehenswert.
Quartieri Spagnoli
Nachdem du dir die Aussicht gut eingeprägt hast, geht es wieder mit der Standseilbahn nach unten. Genauer gesagt in Stadtviertel Quartieri Spagnoli. Hier wartet dann das totale Kontrastprogramm zu Volmero. Quartieri Spagnoli ist nämlich vor allem eines: lebendig.
In den engen Gassen zeigt sich der wahre Alltag der Einwohner. Überall sind Wäscheleinen gespannt und es gibt viele kleine Straßenstände. In Quartieri Spagnoli darfst du noch einmal das authentische Neapel genießen, bevor es Abschied nehmen heißt.

Der letzte Spaziergang
Von Quartieri Spagnoli würde ich dir einfach einen kleinen Spaziergang wieder an die Uferpromenade ans Herz legen mit anschließendem Abendessen im Zi Teresa. Auf dem Weg kannst du bei Bedarf noch einmal deine persönlichen Highlights von Tag 1 abklappern, diese liegen nämlich mehr oder weniger auf der Strecke.
Das Zi Teresa liegt fast direkt am Wasser und ist somit der perfekte Spot, um den Tag ausklingen zu lassen. Auch ein Abschluss-Eis geht immer. Egal, ob süß oder fruchtig – bei Desìo Gelato & Pastry kommt jeder auf seine Kosten. Mein persönlicher Favorit ist die Sorte Pistazie.

FAQ – Alle wichtigen Fragen und Antworten zu deinem Trip nach Neapel
Wie viele Tage sollte man für Neapel einplanen?
Für Neapel reichen in der Regel 3 Tage gut aus. So hast du genügend Zeit für alle Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt und kannst sogar noch dem Umland mit dem Vesuv und Pompeji einen Besuch abstatten.
Wann ist die beste Reisezeit für Neapel?
Ganz allgemein gelten der Frühling und Herbst als die beste Reisezeit. Ich persönlich war im Frühling vor Ort und hatte wirklich nur gute Erfahrung mit dem Wetter gemacht. Strahlender Sonnenschein und dennoch noch nicht zu heiß. Perfekt für einen entspannten Stadtbummel.

Ist Neapel eine sichere Stadt für Reisende?
Ja, für Touristen ist Neapel definitiv sicher. Zwar haben viele Viertel nicht gerade den besten Ruf, aber dort gibt es auch nichts zu sehen. Die touristischen Ecken kannst du also sorgenfrei bereisen. Selbst in den öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich mich nie unwohl gefühlt.
Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum?
Am einfachsten per Shuttlebus, der direkt zum Hauptbahnhof und ins Zentrum fährt. Je nachdem, mit wieviel Personen du reist, kann aber auch ein Taxi oder Uber eine gute Alternative sein.
Lohnt sich ein Besuch beim Vesuv?
Definitiv! Am besten unternimmst du direkt einen Tagesausflug und verbindest die Strecke mit einem Besuch in Pompeji.
Kann man Neapel gut zu Fuß erkunden?
Ja, auf alle Fälle. Ich würde sagen, dass das Zentrum mit der Altstadt sogar hauptsächlich auf Fußgänger ausgelegt ist. Wer gerne aktiv ist, braucht für die Tage in der Stadt noch nicht mal ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel.
Ich hoffe, ich konnte dich von Neapel begeistern und bin natürlich gespannt, ob du selber schon in Neapel warst oder das noch auf deiner Bucket-List steht? Verrate mir das doch gerne in den Kommentaren!
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